Chronik

Mit der Gründung der Ortsfeuerwache Arnoldstein im Jahr 1880 begann für Arnoldstein das Feuerwehrwesen in der Gemeinde. Durch Spenden wurden Mittel aufgebracht und damit die notwendigsten Löschrequisiten angeschafft. Mit viel Eifer und Begeisterung wurde schon am Gründungstag die erste Übung abgehalten. Die Ausrüstung bestand damals aus einfachsten Geräten wie Leinenkübeln, Leitern und Feuerhaken. Bereits in den ersten Jahren musste die Truppe zu sechs Großbränden ausrücken. Erwähnt sei der Brand 1883, bei welchem in einer Scheune im Ort das Feuer ausbrach und die halbe Ortschaft sowie das Stiftsgebäude einäscherte. Erst 1890 bekam die Arnoldsteiner Feuerwehr unter Hauptmann Schumy den ersten Hydrophor, wodurch sie zu einer tatkräftigen Einsatzgruppe wurde.

Über die Jahre gab es immer wieder Großeinsätze. Durch das schnelle Einsetzen der Ortsfeuerwehr konnte in Uggowitz (Kanaltal), in Görtschach (Gailtal) und im Waldgebiet der Schütt wertvolle Hilfe geleistet werden.

1912 war für die Ortsfeuerwehr ein Tiefpunkt zu verzeichnen. Die Wehrmänner aus Gailitz und Stossau meldeten bei der Arnoldsteiner Wehr ihren Austritt an und gründeten eine eigene Ortsfeuerwache.

Infolge der Ereignisse des Ersten Weltkrieges waren fast alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zum Kriegsdienst eingezogen, sodass über diese Zeit fast keine Aufzeichnungen vorliegen.

1925 konnte durch die Anschaffung eines Telefons die Alarmierung verbessert werden. Im Jahr 1938 verloren Gemeinde und Wehr ihre Selbstständigkeit. Das Reichslöschgesetz erlangte auch in Kärnten seine Gültigkeit. Die Freiwilligen Feuerwehren wurden in die Deutsche Löschpolizei eingegliedert.

Nach dem Kriegsende musste die Feuerwehr Arnoldstein neu organisiert werden. Die Feuerwehrmänner opferten viele freie Stunden, um durch Kurse und Schulungen das nötige Wissen und Können zu erwerben. Inzwischen wurden die Feuerwehren in Kärnten zu Körperschaften öffentlichen Rechts. In diesem Zusammenhang wurde die Freiwillige Feuerwehr Arnoldstein zur Hauptfeuerwache ernannt. Unter dem bewährten Kommandanten Josef Nessmann konnte im Jahr 1959 nach vielen Planungen und Verhandlungen mit dem Bau des neuen Rüsthauses begonnen werden.

Die Jahresberichte zeigen, dass die Einsätze an Vielseitigkeit stark zunahmen.
Großbrände, Umweltkatastrophen, Unfälle, Ölalarme usw. verlangten immer mehr von den Feuerwehrmännern. Durch diese Einsätze sah sich die Feuerwehr Arnoldstein veranlasst, ihre Gerätschaft weiter auszubauen.

Aufgrund der guten Ausrüstung, der günstigen geographischen Lage, der guten Ausbildung seiner Feuerwehrleute und des ausreichenden Mannschaftsstandes hat die Kärntner Landesregierung mit Verordnung die Feuerwehr Arnoldstein zur Stützpunktfeuerwehr 1.Rangordnung erklärt.